Die Statistik zeigt hunderte Besucher im Monat, aber im Postfach kommt kaum etwas an. Dieses Muster sehe ich bei Praxis-Websites ständig, und es hat fast immer eine von fünf Ursachen. Die gute Nachricht: Alle fünf lassen sich finden und beheben, ohne die Website neu zu bauen.

1. Es gibt keinen klaren nächsten Schritt

Viele Praxis-Websites informieren, aber sie fordern nicht auf. Der Besucher liest, nickt und geht. Jede Seite braucht eine eindeutige Handlung, zu der sie führt: Beratungstermin anfragen, anrufen, Formular ausfüllen. Wenn der Besucher raten muss, was er als Nächstes tun soll, tut er meistens nichts.

2. Das Formular ist versteckt oder zu lang

Ein Kontaktformular, das erst über den Menüpunkt „Kontakt" erreichbar ist, wird selten gefunden. Und ein Formular mit zehn Pflichtfeldern wird selten ausgefüllt. Name, Kontaktweg und Anliegen genügen, alles Weitere klären Sie im Gespräch. Das Formular gehört dorthin, wo die Entscheidung fällt, also auf die Seite des jeweiligen Eingriffs.

3. Die Seite ist mobil unbequem

Die meisten Interessenten kommen vom Smartphone. Winzige Buttons, eingequetschte Texte und lange Ladezeiten kosten dort die meisten Anfragen. Öffnen Sie Ihre eigene Website am Handy und versuchen Sie, in unter einer Minute eine Anfrage zu stellen. Wenn Sie dabei zoomen oder suchen müssen, geht es Ihren Besuchern genauso.

4. Es fehlen Vertrauensanker

Bei einem Eingriff am eigenen Körper entscheidet Vertrauen. Ein Arzt ohne Foto, fehlende Qualifikationen und keine Bewertungen lassen Besucher zögern, auch wenn alles andere stimmt. Zeigen Sie, wer behandelt, mit welcher Erfahrung, und was andere Patientinnen und Patienten sagen.

5. Es kommen die falschen Besucher

Manchmal ist die Seite in Ordnung und der Besucherstrom ist das Problem. Wer über allgemeine Begriffe oder zu breit eingestellte Anzeigen kommt, sucht oft gar nicht nach einer Behandlung. Viele Besucher mit wenig Absicht sehen in der Statistik gut aus und bringen trotzdem nichts.

Der Zehn-Minuten-Selbst-Check

Gehen Sie die fünf Punkte der Reihe nach durch: Gibt es auf jeder wichtigen Seite eine klare Aufforderung? Ist das Formular kurz und sichtbar? Funktioniert alles am Handy? Ist der Arzt mit Gesicht und Qualifikation präsent? Und passt die Herkunft der Besucher zur Zielgruppe? Wo Sie zum ersten Mal zögern, liegt meistens das Leck.

Besucher sind nur die halbe Strecke. Eine Website, die nicht zur Anfrage führt, ist ein Schaufenster ohne Tür.

Wenn die eigene Website diese Punkte strukturell nicht hergibt, muss sie nicht umgebaut werden. Eine eigene Landingpage pro Eingriff läuft daneben und übernimmt genau diese Aufgabe. Wie das funktioniert, sehen Sie hier.