Wer die Klickpreise seiner Kampagne zum ersten Mal sieht, erschrickt oft: fünf, acht, manchmal zwölf Euro für einen einzigen Klick. Der Wettbewerb in der ästhetischen Chirurgie ist real, aber er erklärt nur einen Teil des Preises. Den anderen Teil bestimmt die Qualität des eigenen Kontos, und die haben Sie selbst in der Hand.

Wie Google den Klickpreis wirklich berechnet

Der Preis entsteht in einer Auktion, aber nicht nur über das Gebot. Google bewertet zusätzlich die Qualität: Wie gut passt die Anzeige zum Suchbegriff, wie oft wird sie erwartungsgemäß geklickt, und wie gut ist die Erfahrung auf der Zielseite. Wer hier stark ist, zahlt für denselben Platz weniger als ein Mitbewerber mit schwachem Konto. Zwei Praxen können für dasselbe Keyword völlig unterschiedliche Preise zahlen.

Preistreiber 1: Zu breite Keywords

Weitgehend passende Keywords ohne Pflege sorgen dafür, dass die Anzeige bei allem Möglichen erscheint, auch bei Suchen ohne Behandlungsabsicht. Die Folge: wenige Klicks im Verhältnis zu den Einblendungen, schlechtere erwartete Klickrate, höherer Preis. Warum viele Kampagnen genau daran Budget verbrennen, habe ich separat beschrieben. Negativ-Keywords wie „kostenlos" oder „Krankenkasse" gehören zur Grundausstattung.

Preistreiber 2: Eine Anzeige für alles

Wer mit einer Anzeigengruppe alle Eingriffe abdeckt, kann in der Anzeige nie genau das versprechen, was gesucht wurde. Enge Anzeigengruppen, ein Eingriff pro Gruppe, mit Anzeigentexten, die den Suchbegriff aufgreifen, verbessern die Relevanzbewertung spürbar. Das ist Fleißarbeit, aber sie senkt den Preis dauerhaft.

Preistreiber 3: Die Zielseite

Die Nutzererfahrung der Zielseite fließt direkt in die Qualitätsbewertung ein. Eine langsame, allgemeine Praxis-Website verteuert jeden Klick, eine schnelle, zum Suchbegriff passende Landingpage verbilligt ihn. Die Zielseite wirkt damit doppelt: Sie macht aus mehr Klicks Anfragen und senkt nebenbei den Preis pro Klick.

Was realistisch ist

Ein unoptimiertes, nebenbei betreutes Konto zahlt in dieser Branche schnell zweistellige Beträge pro Klick. Mit sauberer Struktur, gepflegten Negativ-Listen und einer passenden Zielseite sind deutlich niedrigere Preise erreichbar. Eine feste Zahl verspricht Ihnen seriös niemand, die Richtung ist aber eindeutig: Qualität wird von Google mit niedrigeren Preisen belohnt.

Der Klickpreis ist keine Naturkonstante. Er ist eine Note, die Google Ihrem Konto gibt, und Noten lassen sich verbessern.

Was ein realistisches Budget ist und wie sich die Kosten pro Anfrage zusammensetzen, lesen Sie im Kosten-Beitrag. Oder Sie lassen Kampagne und Landingpage gleich als System bauen, dann ist die Qualitätsbewertung von Anfang an Teil des Konzepts.