Anzeige abgelehnt oder Konto gesperrt? So kommen Sie sauber zurück.
Wählen Sie, was Google oder Meta Ihnen anzeigt. Sie sehen, was die Meldung heißt, woran es in der Ästhetik meistens liegt und welche Schritte jetzt helfen. Dazu eine Vorlage für den Einspruch.
Diese Seite erklärt typische Meldungen von Google und Meta und gibt Orientierung. Sie ersetzt keine Rechtsberatung. Bei einer Abmahnung, einem Schreiben der Ärztekammer oder Fragen zur Zulässigkeit Ihrer Werbung wenden Sie sich an Ihren Anwalt.
Google und Meta werten Ausweichkonten als Umgehung. Aus einer lösbaren Sperre wird dann eine dauerhafte, die auch das neue Konto und Ihre Domain treffen kann.
Was sehen Sie bei Google Ads?
Was sehen Sie bei Instagram und Facebook?
Google Ads
Anzeige abgelehntStatus „Abgelehnt“, oft mit der Richtlinie „Gesundheit und Medizin“
Was das heißt
Diese eine Anzeige läuft nicht, das Konto ist in Ordnung. Eine abgelehnte Anzeige kostet nichts, bringt aber auch nichts, und niemand meldet sich deswegen bei Ihnen.
Woran es meistens liegt
In der Ästhetik ist es fast immer eines von zwei Dingen: ein verschreibungspflichtiges Präparat in Anzeige oder Zielseite, etwa Botox oder die Fett-weg-Spritze, oder eine Formulierung, die Google als Heilversprechen liest. Google prüft dabei auch die Zielseite, und zwar laufend. Deshalb trifft es manchmal Anzeigen, die monatelang liefen.
Was Sie jetzt tun
- Im Konto unter Tools, Fehlerbehebung, Richtlinienmanager nachsehen, welche Richtlinie genannt ist.
- Anzeige und Zielseite korrigieren, nicht nur die Anzeige. Den Präparatnamen ersetzen Sie durch die Behandlung, etwa „Faltenbehandlung“.
- Einspruch einlegen. Haben Sie etwas geändert, wählen Sie „Änderungen vorgenommen, um die Richtlinien einzuhalten“, sonst „Entscheidung anfechten“.
- Pro Anzeige sind höchstens drei Einsprüche möglich, mit mindestens 24 Stunden Abstand. Erst korrigieren, dann einreichen.
Was Sie nicht tun sollten
- Schreibweisen wie „B*tox“ ausprobieren. Google erkennt sie, und der Versuch kann als Umgehung gewertet werden.
- Dieselbe Anzeige unverändert neu anlegen.
Anzeige eingeschränktStatus „Zulässig (eingeschränkt)“, die Anzeige läuft nur teilweise
Was das heißt
Die Anzeige läuft, aber nicht überall und nicht bei jeder Suche. Im Gesundheitsbereich ist das häufig, und es erklärt viele Kampagnen, die kaum ausgeliefert werden, obwohl im Konto alles aktiv aussieht.
Woran es meistens liegt
Ein Begriff in Anzeige oder Zielseite fällt unter eine Richtlinie, die Werbung nur eingeschränkt zulässt, oft mit Bezug zu Arzneimitteln.
Was Sie jetzt tun
- In der Statusspalte auf den Hinweis klicken und lesen, welche Richtlinie die Einschränkung auslöst.
- Den Begriff aus Anzeigentext und Zielseite nehmen. Als Keyword darf er bleiben, solange Anzeige und Zielseite selbst ohne ihn auskommen.
- Danach beobachten, ob die Impressionen wieder steigen.
Was Sie nicht tun sollten
- Die Einschränkung ignorieren, weil die Anzeige ja läuft. Sie kostet Reichweite, ohne dass es jemand merkt.
Anzeige läuft, ist aber nicht zu sehenAlles aktiv, und trotzdem finden Sie Ihre Anzeige nicht
Was das heißt
Meist kein Richtlinienproblem. Eine Kampagne, die läuft, ist nicht dasselbe wie eine Anzeige, die erscheint.
Woran es meistens liegt
In neun von zehn Fällen liegt es an einem von fünf Punkten: die eigene Suche als Test, ein Budget, das mittags aufgebraucht ist, verlorene Auktionen, ein übersehener Anzeigenstatus oder zu eng gesetzte Standorte und Zeitpläne.
Was Sie jetzt tun
- Die Anzeigenvorschau im Konto nutzen, statt selbst zu googeln.
- Den Budget-Status prüfen. Steht dort „Durch Budget eingeschränkt“?
- Den Anzeigenstatus prüfen: abgelehnt oder eingeschränkt?
- Standort, Werbezeitplan und Geräte prüfen.
- Zuletzt Gebote und Qualität, und damit auch die Zielseite.
Was Sie nicht tun sollten
- Immer wieder nach der eigenen Anzeige suchen. Google zeigt sie Ihnen dann seltener, und die Statistik der Kampagne leidet.
Konto gesperrt wegen eines RichtlinienverstoßesAlle Kampagnen stehen, die Mail nennt einen Verstoß, etwa „Inakzeptable Geschäftspraktiken“
Was das heißt
Alle Kampagnen stehen, die Anfragen brechen von einem Tag auf den anderen weg. Google sperrt zunehmend automatisiert. Eine Sperre ist der Beginn eines Prüfverfahrens, kein Schuldspruch.
Woran es meistens liegt
Bei Praxiskonten sind es meist Verstöße gegen die Gesundheitsrichtlinien: verschreibungspflichtige Präparate auf Zielseiten oder Formulierungen, die Google als unzulässiges Heilversprechen liest.
Was Sie jetzt tun
- Die Begründung genau lesen, im Konto und in der Mail, und ehrlich prüfen, was dran ist.
- Einen echten Verstoß vor dem Einspruch beheben, nicht danach.
- Den offiziellen Einspruch über das Formular im Konto stellen, sachlich und mit einer Liste der Änderungen. Die Vorlage weiter unten hilft dabei.
- Warten. Die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß Tage bis Wochen. Für den Einspruch haben Sie laut Google mindestens sechs Monate Zeit.
Was Sie nicht tun sollten
- Ein neues Konto anlegen. Google verknüpft Konten über Zahlungsdaten, Domains und weitere Signale und sperrt neue Konten ebenfalls. Aus einem lösbaren Problem wird so ein dauerhaftes.
- Denselben Einspruch mehrfach einreichen. Das beschleunigt nichts.
Konto gesperrt wegen „Umgehung von Systemen“Der gefürchtete Sammelgrund, ohne Vorwarnung
Was das heißt
Google hat den Eindruck, dass jemand eine frühere Ablehnung oder Sperre austricksen will. Der Grund zählt zu den schwerwiegenden Verstößen, die ohne Vorwarnung zur Sperre führen.
Woran es meistens liegt
Typisch sind Schreibtricks bei Präparatnamen und ein zweites Konto nach einer Ablehnung oder Sperre.
Was Sie jetzt tun
- Ehrlich prüfen, was Google als Trick lesen könnte, und alles davon entfernen, auch Kleinigkeiten.
- Erst danach Einspruch einlegen und die Änderungen genau beschreiben.
Was Sie nicht tun sollten
- Ein Ausweichkonto eröffnen. Genau das ist der Tatbestand, und dann trifft es auch das neue Konto, die Domain und künftige Konten.
Konto gesperrt wegen einer Zahlung„Verdächtige Zahlungen“, „Ausstehende Zahlung“ oder eine Rückbuchung
Was das heißt
Ein Zahlungsproblem, kein Werbeproblem. Diese Sperren lösen sich oft am schnellsten.
Woran es meistens liegt
Eine geplatzte Abbuchung, eine abgelaufene Karte, unvollständige Rechnungsdaten oder eine Rückbuchung bei Bank oder Kreditkarte.
Was Sie jetzt tun
- Prüfen, ob die hinterlegte Karte gültig ist und ob offene Beträge bestehen, und diese begleichen.
- Die Rechnungsdaten vervollständigen.
- Danach den Einspruch im Konto einreichen.
Was Sie nicht tun sollten
- Eine Rückbuchung bei Bank oder Kreditkarte auslösen. Google nennt Rückbuchungen selbst als Sperrgrund.
Bestätigung des Werbetreibenden verlangtGoogle fordert Nachweise zur Praxis oder zur Person
Was das heißt
Google möchte wissen, wer hinter den Anzeigen steht. Bis die Bestätigung abgeschlossen ist, können Anzeigen eingeschränkt laufen. Die Frist steht im Konto.
Woran es meistens liegt
Ein Routineverfahren, kein Vorwurf.
Was Sie jetzt tun
- Den Hinweis im Konto öffnen und die Frist notieren.
- Name und Anschrift genau so angeben, wie sie auf den eingereichten Dokumenten stehen.
Was Sie nicht tun sollten
- Die Frist verstreichen lassen.
Instagram und Facebook
Anzeige abgelehnt: Persönliche MerkmaleDie Anzeige spricht den Betrachter auf seinen Körper an
Was das heißt
Meta lehnt die Ansprache ab, nicht die Behandlung. Anzeigen dürfen dem Betrachter kein körperliches Merkmal und keinen Gesundheitszustand zuschreiben.
Woran es meistens liegt
Fragen wie „Störst du dich an deinen Schlupflidern?“ unterstellen dem Betrachter ein Defizit.
Was Sie jetzt tun
- Die Anzeige auf die Behandlung umschreiben, etwa „Lidstraffung: Ablauf, Kosten und was Sie erwartet“.
- Danach in der abgelehnten Anzeige eine erneute Überprüfung anfordern.
Was Sie nicht tun sollten
- Nur ein Wort tauschen und die Idee behalten. Anzeigen, die auf dem Defizit des Betrachters aufbauen, scheitern am Konzept, nicht an der Formulierung.
Anzeige abgelehnt wegen des BildesKörperzonen in Nahaufnahme, idealisierte Körper, Vorher-Nachher
Was das heißt
Meta beanstandet Bilder, die ein Körperideal zeigen oder auf ein Defizit zielen. In Deutschland kommt bei Vorher-Nachher-Bildern das Heilmittelwerberecht hinzu.
Woran es meistens liegt
Nahaufnahmen einzelner Körperzonen mit Problemfokus, idealisierte Körper oder Vergleichsbilder.
Was Sie jetzt tun
- Das Motiv tauschen. Bilder von Praxis, Team und Beratungssituation sind unproblematisch und wirken auf diese Zielgruppe ohnehin vertrauensbildender.
- Danach eine erneute Überprüfung anfordern.
Was Sie nicht tun sollten
- Ein Vergleichsbild nur beschneiden oder auf zwei Bilder verteilen. Der Vergleich bleibt erkennbar.
Anzeige abgelehnt: Verschreibungspflichtige ArzneimittelBotox, Fett-weg-Spritze und andere Präparatnamen
Was das heißt
Wie bei Google: Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist in Deutschland verboten (§ 10 HWG), und Meta setzt das um.
Woran es meistens liegt
Ein Präparatname im Text, im Bild oder auf der Zielseite.
Was Sie jetzt tun
- Den Namen überall entfernen, auch im Bild und auf der Zielseite, und über das Behandlungsziel sprechen.
- Danach eine erneute Überprüfung anfordern.
Was Sie nicht tun sollten
- Auf Schreibweisen wie „B*tox“ ausweichen.
Werbekonto eingeschränktMeta schränkt das Werbekonto ein oder deaktiviert es
Was das heißt
Mehrere abgelehnte Anzeigen können das ganze Werbekonto treffen. Dann laufen gar keine Anzeigen mehr.
Woran es meistens liegt
Meist eine Häufung abgelehnter Anzeigen aus den Gründen oben.
Was Sie jetzt tun
- In der Meta Business Suite unter Kontoqualität nachsehen, was genau eingeschränkt ist und warum.
- Abgelehnte Anzeigen korrigieren oder löschen.
- Über die Kontoqualität eine Überprüfung anfordern.
Was Sie nicht tun sollten
- Ein neues Werbekonto anlegen, um weiterzumachen. Auch Meta wertet das als Umgehung.
Keine Ablehnung, aber weniger DatenMessung und Zielgruppen sind im Gesundheitsbereich eingeschränkt
Was das heißt
Meta stuft Werbetreibende aus dem Gesundheitsbereich zunehmend gesondert ein und beschränkt Tracking- und Zielgruppenfunktionen. Das ist keine Ablehnung, erklärt aber, warum Kampagnen schlechter messbar geworden sind.
Woran es meistens liegt
Die Einstufung der Kategorie, kein Fehler in Ihrer Anzeige.
Was Sie jetzt tun
- Erwartungen an die Messung anpassen und Anfragen zusätzlich in der Praxis zählen.
- Budget dorthin lenken, wo die Nachfrage schon besteht, also in die Google-Suche.
So schreiben Sie den Einspruch
Sachlich, konkret und mit einer Liste dessen, was Sie geändert haben. Pauschale Beteuerungen helfen nicht, nachvollziehbare Korrekturen schon. Ersetzen Sie alles in eckigen Klammern.
Die Vorlagen sind Formulierungshilfen für eine Nachricht an Google oder Meta, keine Rechtsberatung. Was Sie hineinschreiben, muss stimmen und liegt in Ihrer Verantwortung.
Nach Änderungen
Sie haben Anzeige oder Zielseite korrigiert.
Guten Tag, wir haben die Ablehnung vom [Datum] geprüft und die Anzeige sowie die Zielseite [Adresse der Zielseite] überarbeitet: 1. [Beispiel: Der Präparatname wurde aus Anzeige und Zielseite entfernt. Beworben wird jetzt die ärztliche Behandlung „Faltenbehandlung“.] 2. [Beispiel: Die Formulierung „schmerzfrei“ wurde gestrichen.] Anzeige und Zielseite nennen damit keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel und enthalten keine Erfolgsversprechen. Wir bitten um eine erneute Prüfung. Mit freundlichen Grüßen [Name, Praxis]
Wenn kein Verstoß vorliegt
Sie sind sicher, dass die Entscheidung falsch ist.
Guten Tag, wir bitten um eine erneute Prüfung der Entscheidung vom [Datum]. Unserer Ansicht nach liegt kein Verstoß vor. [Begründung, Beispiel: Die Zielseite [Adresse] beschreibt eine ärztliche Behandlung durch [Facharzttitel]. Sie nennt kein Arzneimittel und verspricht kein bestimmtes Ergebnis.] Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen [Name, Praxis]
Ein Konto ohne Grauzonen ist die beste Versicherung
- Zielseiten ohne Namen verschreibungspflichtiger Präparate
- Anzeigentexte ohne Erfolgsversprechen und ohne Ansprache auf den Körper
- Gültige Zahlungsdaten und vollständige Rechnungsangaben
- Keine Tricks, auch keine kleinen
Der kostenlose Werbetext-Check markiert riskante Formulierungen nach HWG, Google- und Meta-Regeln, direkt in Ihrem Browser.
Zum Werbetext-CheckFragen zur Notfallhilfe
Kann ich nicht einfach ein neues Konto anlegen?
Wie lange dauert ein Einspruch?
Warum wurde eine Anzeige abgelehnt, die monatelang lief?
Ist die Vorlage für den Einspruch eine Rechtsberatung?
Diese Seite dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob eine Anzeige oder ein Text zulässig ist, klärt im Zweifel Ihr Anwalt oder Ihre Ärztekammer. Bezeichnungen und Abläufe bei Google und Meta können sich ändern. Stand: Oktober 2026.
Kampagnen ohne Richtlinien-Ärger?
Ich betreue Google-Ads-Kampagnen für plastische Chirurgen samt Zielseite und achte dabei auf genau diese Regeln. Sie bekommen die Anfragen, ich kümmere mich um den Rest.