Prüfen Sie Ihren Werbetext, bevor es Google, Meta oder ein Mitbewerber tut.
Fügen Sie eine Anzeige, einen Instagram-Beitrag oder einen Abschnitt Ihrer Website ein. Der Check markiert Formulierungen, die in der Werbung für ästhetische Eingriffe häufig zu abgelehnten Anzeigen oder Abmahnungen führen, und sagt Ihnen, was Sie stattdessen schreiben können.
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Was der Check gefunden hat
Anzeige schon abgelehnt oder Konto gesperrt? Zur Notfallhilfe
24 Regeln aus sechs Bereichen
Die Regeln stammen aus dem Heilmittelwerbegesetz, dem ärztlichen Berufsrecht und den Werberichtlinien von Google und Meta, so wie ich sie in meiner Arbeit für plastische Chirurgen anwende. Zu jeder Regel steht, warum sie gilt und was Sie stattdessen schreiben können. Stand: Oktober 2026.
Bilder
Hohes Risiko Vorher-Nachher-Vergleich
Bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen verbietet § 11 HWG die werbliche Gegenüberstellung von Vorher- und Nachher-Bildern, auf der Website, in sozialen Medien und in Anzeigen. Gerichte haben das Verbot auch auf Faltenunterspritzungen angewendet.
Besser: Vertrauen über Qualifikation, Ablauf, echte Bewertungen und Bilder von Praxis und Team aufbauen.
Ausführlich im Ratgeber: Vorher-Nachher-Bilder in der Schönheitschirurgie, was verboten ist und was stattdessen wirktPrüfen Ergebnisbilder von Patientinnen und Patienten
Ergebnisbilder sind der häufigste Weg in das Vorher-Nachher-Verbot. Prüfen Sie, ob irgendwo ein Vergleich entsteht, auch über zwei Bilder auf derselben Seite oder im selben Profil.
Besser: Statt Ergebnissen die Ärztin oder den Arzt, die Praxis und die Beratungssituation zeigen.
Ausführlich im Ratgeber: Vorher-Nachher-Bilder in der Schönheitschirurgie, was verboten ist und was stattdessen wirktVersprechen und Ansprache
Hohes Risiko Garantie oder Erfolgsversprechen
Aussagen, die einen sicheren Erfolg zusagen, gelten nach dem HWG als irreführend. Das gilt auch beiläufig, etwa bei „garantiert natürliches Ergebnis“.
Besser: Beschreiben, was die Behandlung leisten kann und wovon das Ergebnis abhängt, und auf das Beratungsgespräch verweisen.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdHohes Risiko Risiko, Schmerz oder Narben ausgeschlossen
Kein ärztlicher Eingriff ist ohne Risiko. Wer Schmerzen, Narben oder Nebenwirkungen pauschal ausschließt, verschweigt Risiken, und genau das wertet das HWG als irreführend.
Besser: Ehrlich einordnen, wie Betäubung, Narben und Erholung üblicherweise verlaufen, und auf die Aufklärung im Gespräch verweisen.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdPrüfen Ergebnis wird in Aussicht gestellt
Worte wie „perfekt“, „makellos“ oder „zehn Jahre jünger“ legen ein bestimmtes Ergebnis nahe. Auch in einem echten Patientenzitat wirkt das wie ein Erfolgsversprechen.
Besser: Das Ziel der Behandlung beschreiben, statt das Ergebnis zuzusagen.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdPrüfen Superlativ oder Spitzenstellung
„Die beste Praxis“, „führend“ oder „modernste Technik“ müssen Sie belegen können. Unbelegte Spitzenstellungen sind irreführende Werbung und vertragen sich nicht mit der Pflicht zur Sachlichkeit im Berufsrecht.
Besser: Mit prüfbaren Fakten arbeiten, etwa Facharzttitel, Jahre im Fach, Mitgliedschaften oder die konkrete Methode.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdPrüfen Angst, Scham oder Unsicherheit
Werbung, die Unsicherheit über das eigene Aussehen schürt oder Angst ausnutzt, ist nach dem HWG unzulässig. Meta lehnt solche Anzeigen außerdem regelmäßig ab.
Besser: Über die Behandlung sprechen statt über ein Defizit, etwa „Oberlidstraffung: Ablauf, Erholung und was Sie erwartet“.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdPrüfen Zeitdruck
Fristen und knappe Plätze drängen zu einer schnellen Entscheidung. Bei einem Eingriff in den eigenen Körper werten Gerichte das als unangemessene Beeinflussung.
Besser: Freie Termine sachlich und ohne Frist nennen.
Ausführlich im Ratgeber: Rabatte auf Behandlungen, warum Aktionspreise in der Ästhetik gefährlich sindPrüfen Spricht den Betrachter auf sein Aussehen an
Meta-Anzeigen dürfen dem Betrachter kein körperliches Merkmal und keinen Gesundheitszustand zuschreiben (Richtlinie „Persönliche Merkmale“). „Störst du dich an deinen Schlupflidern?“ wird zuverlässig abgelehnt. Auf der eigenen Website ist das kein Richtlinienthema, wirkt aber schnell defizitorientiert.
Besser: Die Behandlung in den Mittelpunkt stellen, etwa „Lidstraffung: Ablauf, Kosten und was Sie erwartet“.
Gilt vor allem für: Instagram- oder Facebook-Anzeige
Ausführlich im Ratgeber: Instagram-Anzeige abgelehnt, warum Meta Beauty-Werbung so streng prüftPräparate und Wirkstoffe
Hohes Risiko Verschreibungspflichtiges Präparat (Botulinumtoxin)
Botox und die übrigen Handelsnamen des Wirkstoffs Botulinumtoxin sind verschreibungspflichtige Arzneimittel. Publikumswerbung dafür verbietet § 10 HWG. Google und Meta lehnen solche Anzeigen ab und prüfen dabei auch die Zielseite, laufend.
Besser: Die Behandlung bewerben, nicht das Mittel, etwa „Faltenbehandlung“, „Behandlung der Zornesfalte“ oder „Mimikfalten glätten“.
Ausführlich im Ratgeber: Warum Sie mit „Botox" nicht werben dürfen und wie Sie Faltenbehandlungen trotzdem bewerbenHohes Risiko Schreibtrick beim Präparatnamen
Schreibweisen wie „B*tox“ oder „Bo-tox“ erkennt Google zuverlässig. Sie machen die Werbung nicht zulässig, und der Versuch, die Prüfung zu umgehen, kann das ganze Werbekonto sperren.
Besser: Den Namen ganz weglassen und über das Behandlungsziel sprechen.
Ausführlich im Ratgeber: Warum Sie mit „Botox" nicht werben dürfen und wie Sie Faltenbehandlungen trotzdem bewerbenHohes Risiko Verschreibungspflichtiger Wirkstoff (Fett-weg-Spritze)
Die Wirkstoffe der sogenannten Fett-weg-Spritze sind verschreibungspflichtig. Damit gilt dasselbe Werbeverbot wie bei Botulinumtoxin (§ 10 HWG), auch wenn der Begriff harmlos klingt und Google ihn nicht immer sofort erkennt.
Besser: Über das Behandlungsziel sprechen, etwa ein kleines Fettdepot am Kinn, ohne Wirkstoff und ohne „Spritze“ im Namen.
Ausführlich im Ratgeber: Hyaluron, Fett-weg-Spritze und Co., was Sie davon bewerben dürfen und was nichtHinweis Substanz klären (Mesotherapie)
Ob Sie Mesotherapie und ähnliche Verfahren beim Namen bewerben dürfen, hängt von der eingesetzten Substanz ab. Ist sie verschreibungspflichtig, gilt das Werbeverbot aus § 10 HWG. Hyaluron dagegen dürfen Sie in aller Regel nennen.
Besser: Einmal klären lassen, was im eigenen Protokoll steckt, und danach entscheiden.
Ausführlich im Ratgeber: Hyaluron, Fett-weg-Spritze und Co., was Sie davon bewerben dürfen und was nichtHinweis Hersteller oder Produktname
Produktnamen machen aus Ihrer Werbung ein Stück Werbung für den Hersteller. Das Berufsrecht sieht Werbung für Produkte Dritter kritisch, und bei Arzneimitteln greift zusätzlich das Werbeverbot.
Besser: Die Behandlung und Ihre Erfahrung damit beschreiben, das Produkt im Beratungsgespräch erklären.
Ausführlich im Ratgeber: HWG-konforme Werbung für ästhetische Eingriffe, was erlaubt ist und was abgemahnt wirdPreise, Rabatte, Gewinnspiele
Hohes Risiko Rabatt oder Preisaktion
Prozentrabatte, Aktionspreise und befristete Angebote auf ärztliche Leistungen werden regelmäßig abgemahnt. Sie erzeugen Zeitdruck, gelten als anpreisend und vertragen sich schlecht mit der Gebührenordnung. Deal-Portale mit Provision je Gutschein kommen berufsrechtlich noch hinzu.
Besser: Einen sachlichen Ab-Preis nennen und erklären, wovon der endgültige Preis abhängt.
Ausführlich im Ratgeber: Rabatte auf Behandlungen, warum Aktionspreise in der Ästhetik gefährlich sindPrüfen Gutschein für eine Behandlung
Gutscheine für Behandlungen werden heikel, sobald sie rabattiert, verlost oder über Deal-Portale mit Provision verkauft werden. Prüfen Sie, wie der Gutschein hier gemeint ist.
Besser: Gutscheine höchstens zum regulären Preis und ohne Aktion, im Zweifel ganz darauf verzichten.
Ausführlich im Ratgeber: Rabatte auf Behandlungen, warum Aktionspreise in der Ästhetik gefährlich sindPrüfen Behandlung als Geschenk
Eine kostenlose oder geschenkte Behandlung ist eine Zuwendung, die das HWG nur in engen Grenzen erlaubt. Eine kostenlose Erstberatung ist damit nicht gemeint.
Besser: Auf geschenkte Behandlungen verzichten. Eine kostenlose Beratung können Sie weiter nennen.
Hohes Risiko Gewinnspiel oder Verlosung
Das HWG verbietet Werbung für Behandlungen über Preisausschreiben und Verlosungen. Das Berufsrecht zieht dieselbe Linie, denn vor jeder Behandlung steht die ärztliche Einschätzung und nicht das Los. Ein Gutschein über einen Behandlungswert oder eine Verlosung über eine Influencerin ändert daran nichts.
Besser: Reichweite über Einblicke in die Arbeit, Aufklärung und das Team aufbauen.
Bewertungen
Hohes Risiko Gegenleistung für eine Bewertung
Bewertungen gegen eine Gegenleistung sind wettbewerbswidrig, und Google untersagt sie in seinen Richtlinien. Fragen dürfen Sie, belohnen nicht.
Besser: Alle Patientinnen und Patienten zum gleichen Zeitpunkt um eine ehrliche Bewertung bitten, mit einem einfachen Link.
Ausführlich im Ratgeber: Bewertungen rechtssicher sammeln und einsetzen, ohne AbmahnrisikoPrüfen Sternezahl vorgegeben
Wer um eine bestimmte Sternezahl bittet, holt gezielt positive Bewertungen ein. Das untersagt Google, und gezeigte Bewertungen wirken dadurch verzerrt.
Besser: Um eine ehrliche Bewertung bitten, ohne Sterne zu nennen.
Ausführlich im Ratgeber: Bewertungen rechtssicher sammeln und einsetzen, ohne AbmahnrisikoBezeichnung, Video-Beratung, Mitbewerber
Prüfen Titelähnliche Bezeichnung
Geschützt ist der Facharzttitel. „Schönheitschirurg“ oder „Arzt für ästhetische Medizin“ als Selbstbezeichnung klingen nach einem Titel, den es so nicht gibt, und Gerichte haben solche Formulierungen als irreführend eingestuft. In einem Text, der den Suchbegriff erklärt, ist er unbedenklich.
Besser: Den echten Titel ausschreiben, etwa „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“, und den Suchbegriff über die Keywords abholen.
Ausführlich im Ratgeber: „Schönheitschirurg", „Arzt für ästhetische Medizin", welche Bezeichnung Sie führen dürfenHohes Risiko Einschätzung oder Planung aus der Ferne
§ 9 HWG verbietet Werbung für Fernbehandlung. Ob jemand für einen Eingriff geeignet ist, lässt sich ohne Untersuchung vor Ort nicht beurteilen. Ein Kennenlerngespräch per Video dürfen Sie bewerben, eine Einschätzung aus der Ferne nicht.
Besser: Das Gespräch ankündigen, nicht die Behandlung: Fragen zu Ablauf und Praxis per Video klären, Untersuchung und Einschätzung beim Termin vor Ort.
Prüfen Vergleich mit anderen Praxen
Vergleichende oder herabsetzende Aussagen über Kolleginnen und Kollegen sind berufsrechtlich unzulässig und wettbewerbsrechtlich riskant. Es reicht, die eigene Qualifikation genau zu benennen.
Besser: Die eigene Weiterbildung, Erfahrung und Arbeitsweise beschreiben, ohne andere zu erwähnen.
Ausführlich im Ratgeber: „Schönheitschirurg", „Arzt für ästhetische Medizin", welche Bezeichnung Sie führen dürfenPrüfen Prominente oder Influencer
Empfehlungen von Prominenten und Influencern sind in der Heilmittelwerbung problematisch. Das gilt auch für Kooperationen, bei denen die Praxis nicht selbst postet: Der Absender ändert sich, die Verantwortung nicht.
Besser: Mit eigener Qualifikation, Aufklärung und echten Bewertungen arbeiten.
Ausführlich im Ratgeber: Instagram für die ästhetische Praxis, was wirkt und was abgemahnt wirdWas der Check nicht sehen kann
- Bilder und Videos. Ein Vorher-Nachher-Vergleich entsteht oft erst im Bild, nicht im Text.
- Den Zusammenhang. Dasselbe Wort kann im Zitat harmlos und in der Überschrift ein Versprechen sein.
- Die Zielseite. Google prüft Anzeige und Zielseite zusammen. Prüfen Sie deshalb beide Texte.
- Den Einzelfall. Ob eine Formulierung zulässig ist, klärt im Zweifel Ihr Anwalt oder Ihre Kammer.
Fragen zum Werbetext-Check
Was passiert mit meinem Text?
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Warum markiert der Check ein Wort, das bei mir harmlos ist?
Für welche Texte eignet sich der Check?
Was kostet der Check?
Der Werbetext-Check dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Er prüft Formulierungen nach festen Mustern, nicht den Einzelfall. Ob eine Formulierung zulässig ist, klärt im Zweifel Ihr Anwalt oder Ihre Ärztekammer. Rechtslage, Rechtsprechung und die Richtlinien von Google und Meta können sich ändern. Stand: Oktober 2026.
Lieber Anzeigen, die gar nicht erst hängen bleiben?
Ich schreibe Anzeigen und Landingpages für plastische Chirurgen nach genau diesen Regeln und betreue die Kampagnen. Sie bekommen die Anfragen, ich kümmere mich um die Richtlinien.